Ausgangslage: Praxisräume im Bestand – und der Wunsch nach Wohnqualität
Die bisherigen Tierarzt-Praxisräume in Pfronten sollten zu vollwertigen Wohnräumen werden. Die Struktur war funktional, doch ohne die Atmosphäre, die ein Zuhause verlangt: klare Zonierung, natürliche Materialien, präzise Lichtführung, ganzheitlich gedachte Technik. Der Bestand verlangte eine behutsame, technisch saubere Modernisierung.
Modernisierung im Bestand: Warum der Umbau in Pfronten mehr als reine Sanierung war
Das Projekt verband mehrere Ziele der Eigentümer:
• Mehr Helligkeit und Ruhe
• Eine klare Ordnung der Räume
• Materialqualität, die Dauerhaftigkeit spürbar macht
• Einbau moderner Haustechnik für ein gesundes Raumklima
Der Umbau erfolgte schrittweise – von der Planung über die Entkernung bis zur neuen Innenstruktur.
Welche Maßnahmen den Wohnwert erhöhten
Planung, Elementausarbeitung und Koordination
• Erstellung aller notwendigen Werk- und Elementpläne
• Durchgehende Bauleitung und Abstimmung aller Gewerke
• Innenraumplanung, inklusive Beratung zu Bädern, Küche, Materialien, Türen und Böden
Diese frühzeitige Präzision legte den Grundstein für einen ruhigen Ablauf – und für ein Wohnbild, das aus einem Guss wirkt.
Neue Raumstruktur durch Trockenbau
Der Rückbau der alten Innenaufteilung machte den Weg frei für klar proportionierte Wohnräume.
Die neuen Wände wurden statt in Metallständerbauweise in Holzständern ausgeführt – teilweise mit 20 mm Gipskarton, teilweise mit OSB und Gipskarton kombiniert.
Das Ergebnis: stabile, ruhige Wandflächen, sauber verspachtelt und bereit für die spätere Gestaltung.
Lichtführung durch Deckenabhängungen
Über Flur und Dusche/WC wurde eine abgehängte Gipskartondecke eingezogen, malerfertig verspachtelt.
Sie schafft:
• Raumhöhe dort, wo sie gebraucht wird,
• Aufnahme moderner LED-Spots,
• eine präzisere, weich gestreute Lichtwirkung.
Bodenaufbauten und neue Estricharbeiten
• Rückbau alter Estrichzonen
• Schnellestrich mit Gefälle zur Duschrinne
• Neue Bodenunterbauten als Grundlage für die spätere Oberflächengestaltung
Dieser Aufbau sorgt für Trittfestigkeit, Feuchteschutz und saubere Lastverteilung.
Materialqualität, die Wohnlichkeit trägt
Im gesamten Wohnbereich wurde ein handgehobelter, naturgeölter Eiche-Parkettboden (Burgdielen, Ivanhoe) verlegt.
Daraus gefertigt wurden außerdem:
• die Tischplatte,
• die Rückwand der Küche,
• die Fensterbretter.
Im Zusammenspiel entsteht eine ruhige, warme Materialführung.
Weitere Bereiche:
• Flur, Diele, Windfang: Vinylboden in dunklem Steingrau
• Bad: Fliesen La Fabbrica – Le Malte Ivory und Sage, dazu eine Akzentwand aus Dekorfliesen Small Sage
Gebäudetechnik für Komfort und Wohngesundheit
• Elektrische Fußbodenheizung im Dusch-/WC-Bereich
• Dezentrale Lüftungsgeräte Inventer iV 14-Zero, gesteuert über sMove s4
Sie sichern eine kontinuierliche Frischluftzufuhr, vermeiden Feuchte und schaffen ein gleichmäßiges Raumklima.
Küche als funktionales Zentrum
Die neue Küche (Schüller Neola) setzt auf klare Linien, matte Oberflächen und langlebige Technik.
Ausstattung u. a.:
• Miele Backofen mit Mikrowelle
• Induktionskochfeld
• Unterbaukühlschrank mit Gefrierfach
• LED-Beleuchtung unter den Oberschränken
• Arbeitsplatte in Marmor-Avorio-Nachbildung
Pflichttabelle: Maßnahme → Ergebnis
Maßnahme | Ergebnis |
Entkernung und Rückbau | Freie Grundrissgestaltung, ruhige Raumstruktur |
Trockenbauwände in Holzständern | Stabile Flächen, klare Zonierung |
Abgehängte Decken | Gleichmäßige Lichtführung, integrierbare LED-Spots |
Neuer Estrich & Bodenaufbau | Trittsichere, saubere Basis für hochwertige Bodenbeläge |
Eiche-Parkett, Vinyl, Fliesen | Materialqualität und harmonisches Gesamtbild |
Dezentrale Lüftung | Wohngesundes Klima, Schutz vor Feuchte |
Elektrische FBH im Bad | Behagliche Oberflächentemperatur |
Neue Küchenlösung mit Marken-Geräten | Alltagstauglich, strukturiert, klar gestaltet |
Top Facts – kurz & prägnant
• Deutlich hellere Räume durch neue Deckenstruktur
• Natürliche Materialität durch handgehobelte Eiche
• Konstante Frischluft dank intelligenter Lüftung
• Behagliche Wärme im Bad durch elektrische Fußbodenheizung
• Klar gegliederte Grundrissstruktur durch neue Innenwände
• Harmonisches Gesamtbild durch abgestimmte Boden- und Wandmaterialien
Vorher–Nachher: Drei Bereiche im Überblick
1. Raumaufteilung
Vorher: Praxisräume mit Funktionslogik und kleinen, separierten Einheiten
Nachher: Offene, klar zonierte Wohnräume mit fließenden Übergängen
2. Materialqualität
Vorher: Zweckorientierte Oberflächen, heterogen
Nachher: Durchgängiges Eiche-Parkett, abgestimmte Fliesen, ruhige Materiallinien
3. Technische Ausstattung
Vorher: Praxisstandard – ohne Wohnkomfort
Nachher: Lüftungsgeräte, elektrische Fußbodenheizung, durchdachte Lichtführung
Weitere Projektbesonderheiten
Die Badwände wurden zusätzlich verspachtelt und geschliffen, ohne Mehrkosten – ein Ausgleich für einen entfallenen Küchenschrank.
Elektrik, Lichtauslässe und Schalter wurden nach Vorstellungen der Bewohner geplant, in reduzierter Weiß-Optik – zurückhaltend, funktional und unaufdringlich.
Sanitärausstattung wurde bauseitig ergänzt, sodass Gewerke präzise ineinandergreifen konnten.